Im Forum der BCSG steht die Bühne schon bereit, fertig aufgebaut für ein großes Ereignis, auf das wir hier an unserer Schule besonders stolz sind: Die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus“.
Anwesend sind an diesem Tag knapp 150 Schülerinnen und Schüler und einzelne Lehrkräfte. Die Schulleitung wird von Herrn Fuchs und Frau Hanemann vertreten, die zunächst die externen Gäste begrüßen, u.a. die Chansonsängerin Anna Haentjens, Cristina König vom SoR-Netzwerk des Kreises, Arne Klaus und Mehmet Karakavak (neue Schulpaten) und die AG SoR der Bismarckschule. Die schuleigene AG SoR ist ebenfalls vollzählig vor Ort.
Die Band Hospitals spielt zum Auftakt den Song “Another Brick In The Wall“, im Anschluss führt Herr Planer dann mit einem kurzen Überblick zum Thema hin. Die Neuntklässlerin Lea moderiert motiviert und kurzweilig durch die verschiedenen Beiträge.
Die AG SoR wird nun von Michelle, Eveline und einem kurzen Video der DaZ-Klasse vorgestellt und auch Herr Fuchs und die beiden Paten sprechen im Anschluss prägnante Worte zum Thema. Das WPU „Gestalten“ unter der Leitung von Frau Bergmann führt einen kulturellen Beitrag auf, der von Frau König im weiteren Verlauf abgelöst wird, und dann werden auch schon das Schild und die Urkunde an die AG unter der Leitung von Herrn Planer übergeben. Ein feierlicher Moment! Deborah, selbst ehemalige Schülerin der BCSG, weist noch auf die anstehende Stolpersteinverlegung hin und die Hospitals beenden die Veranstaltung dann mit einem selbstgeschriebenen Song. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren guten Seelen im Hintergrund: Frau Harms sorgte wie immer mit ihren SuS für ein hervorragendes Catering, Herr Antoniak kümmerte sich mit seinem Team um die Technik und die Hausmeister sorgten für das nötige Mobiliar.
Unser Einstieg in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus“ wird begleitet von einer Stolpersteinverlegung in der Besenbekerstraße 6, vor der ehemaligen Strickerei, die auch eine Zwangsarbeiterunterkunft war.
Es werden zwei Stolpersteine auf dem Fußweg davor verlegt: Sie erinnern an Stephania Malinowska, die hier Zwangsarbeit leisten musste, und ihren Sohn Johann. Stephania hat überlebt, ihr Sohn starb nach 7 Wochen an Mangelernährung.
Die Schule wird vor Ort vertreten durch Herrn Schünemann, Frau Glenk und Herrn Planer, dazu kommen die Schülerinnen und Schüler Laura, Bosse, Lamese, Eveline, Moritz, Michelle und Lea und Luca (Jahrgang 9 und Flex) sowie die ehemaligen Schülerinnen Estrella, Manmeet, Deborah und Rumeysa, die sich immer noch in ihrer Freizeit für die AG und die Schule engagieren. Im Publikum sind Herr Fuchs und Herr Radeiske anwesend, die die Schulleitung vor Ort vertreten. Es finden sich außerdem Eltern, und weitere interessierte Menschen in der Besenbekerstraße ein, sodass insgesamt ca. 50 Leute der Verlegung der beiden Stolpersteine beiwohnen.
Herr Planer übernimmt die einleitenden Worte, dann tragen Frau Glenk und Deborah die Biographie der beiden Menschen vor, an die die beiden Stolpersteine erinnern sollen. Ihre bewegende Geschichte wird im Wechsel auf Polnisch (Muttersprache der Verfolgten) und auf Deutsch erzählt. Die ehemalige Schülerin Rumeysa veröffentlicht zu Ehren der beiden Verfolgten einen sehr persönlichen, sehr emotionalen Poetry Slam-artigen Textbeitrag, der viele der Anwesenden tief bewegt und nachdenklich zurücklässt. Zum Abschluss singt Anna Haentjens, ihres Zeichens Chansonsängerin, mit weicher Stimme und dennoch großer Kraft eines ihrer Lieder, parallel dazu werden Rosen niedergelegt.






Schreibe einen Kommentar